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Gespeichert unter: Mainfranken Theater
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Zwei Königinnen, zwei Konkurrentinnen: Maria Stuart und Elisabeth I. Streitpunkt ist die rechtmäßige Herrschaft über England. Elisabeth hat die bessere Ausgangsposition inne, befindet sich Maria Stuart doch seit zehn Jahren in englischer Gefangenschaft. Wird Elisabeth ihre Gegenspielerin nun endlich begnadigen oder wird sie das Todesurteil über sie verhängen. Kann eine persönliche Begegnung der beiden Frauen Marias Schicksal zum Guten wenden?
Das Mainfrankentheater schickt mit Anne Simmering und Natalie Forester die weibliche Elite des Ensembles in den Ring, um im Kampf um Politik und Macht Schillers Klassiker neu zu definieren. Macht, bedingungslos detailliert im Focus der Medien, ist das zentrale Element in dieser Interpretation des Stoffes, und schonungslos wird auch der Zuschauer entmächtigt und in den Bann des mächtigen Hofstaates gezogen.
Ein mächtiges Bühnenbild, das nicht protzt, eine Soundkulisse, die gefangen nimmt und höfische Eleganz ohne jeden Schnörkel. Maria Stuart mutig und neu interpretiert, kraftvoll inszeniert und eine ganze Medienwelt technisch aufwändig auf der Bühne zentrierend.
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Nora und Thorvald Helmer führen eine glückliche Ehe. Sie sind gleichermaßen bereit, für den anderen Opfer zu bringen. Denkt Nora. Als beide erkennen, dass der geliebte Mensch vollkommen anders ist als gedacht, eskaliert die Situation. Dass eine Beziehung nur deshalb glücklich erscheint, weil sie auf einer geteilten Lebenslüge beruht, erstaunt und erschreckt auch 100 Jahre nach Entstehung des Stücks.
„Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen, man weiß nie was man bekommt“. In diesem Fall aber mal nicht Forrest (Gump), sondern (Natalie) Forester. Die Bühne in den Kammerspielen erscheint wie die Überzüchtung einer Pralinenschachtel, ein Gefängnis aus Stanniolpapier, überladen mit der ganzen Süße einer pervertierten Wirklichkeit.
Der Glanz und die überzeichneten Charaktere lassen die Tragik des Stoffes in den Hintergrund treten und Nora verkommt fast zur Abendunterhaltung mit belehrendem Unterton. Dennoch aber eine solide Inszenierung mit sehr viel Liebe zum Detail, die immer wieder durch skurrile Entgleisungen der Akteure die Perversionen im Hause Helmer offenlegt und so fast eine persiflierende Hommage an Ibsen formuliert.