Gespeichert unter: Mainfranken Theater
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
Ein voyeuristisches Konzept, das aufgeht. Zeitgleich finden in Würzburger Privatwohnungen Lesungen statt, mal szenisch, mal mit Musik, immer privat und intim. Das Ensemble des Mainfranken Theaters strömt aus und lädt mit Würzburger Gastgebern – wohin, bleibt bis zum Kartenkauf ein Geheimnis. Tiefgehende Einblicke in das Private inklusive.
Ein befremdendes Gefühl, an einer fremden Tür zu klingeln, eine fremde Wohnung zu betreten. Wie eine in eine Kirchenbank gepresste Gruppe adoleszenter Konfirmanden nehmen fremde Menschen nebeneinander im ausgeräumten Wohnzimmer platz, die Hände hilflos um ein Glas Wasser geklammert. Doch die Scheu schwindet schnell, letztlich verbindet alle das Gefühl von Unsicherheit, und Philipp Reinheimer schafft es mit Walter Moers Mär von Käpt´n Blaubär das Eis zu brechen. Phillipp Reinheimer ist der Blaubär, sein IKEA-Sessel wird zum Schiff, das Wohnzimmer ist das Meer. Gemeinsam verlassen die Gäste Würzburg und begeben sich auf eine unglaubliche Reise durch eine wunderbare Fantasiewelt. Die Lesung mutiert von der ersten Sekunde zum Einpersonenstück, intimer und direkter kann Theater nicht sein.
Ein beeindruckendes, einmaliges Erlebnis und eine mutige, charmante Gastgeberin.
Gespeichert unter: Schauspiel
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
Der Haifisch hat Zähne, Macheath ein Messer, Mackie einen Handschuh und auch Schmul Meier bleibt verschwunden. Nichts Neues also? Im Gegenteil!
Das Staatstheater Nürnberg überbrückt die Abgründe des Kapitalismus mit viel Satire, holt das Publikum nicht nur im übertragenen Sinne auf (im brechtschen Sinne sogar hinter) die Bühne und schafft den Spagat zwischen Glamour und Gosse. Und dazu Kurt Weil aus dem Orchestergraben…
Sehenswert!