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Liebe zwischen den Ständen, zwischen dem Sohn des Präsidenten und der Tochter des Musikus Miller. Schillers Klassiker um eine Intrige, den stürmischen Ferdinant und die Welt zwischen Macht, Gier, Politik und Liebe.
Mit viel Tempo und Energie erwacht die alte Geschichte zum Leben, umrahmt von Schillers Dialogzeilen, die in ihrer Metaphorik eine ganz eigene Sprache sprechen. Leider fielen einige Textpassagen dem Rotstift zum Opfer, so war auch die Rolle des intriganten Wurm nur sehr knapp angelegt und die menschliche und emotionsbehaftete Seite der von Norfolk wurde anders als in Schillers Original kaum betont.![]()
Glänzend hingegen wirkte die Inszenierung selbst: temporeich, klassisch, mutig, und stets mit einem Augenzwinkern. Christian Manuel Oliviera stürmt und drängt zwischen Liebe, Glaube, Hoffnung und tiefer Erschütterung, Katharina Ries hingegen wirkt über die ersten Akte hinweg hölzern, steigert sich aber Zusehens.
Die Inszenierung von Boris Wagner schafft den Spagat über 250 Jahre, holt den Klassiker ins 21. Jahrhundert und nimmt sich selbst so weit zurück, dass das Trauerspiel seine Wirkung voll entfalten kann.
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